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Gehirnfürze aus der Sicht eines Nerds

getestet: BenQ GV1 – mobiler Mini-Beamer im Test

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Zunächst eins vorweg. Hierbei handelt es sich um einen Werbepost, der jedoch meine persönliche Meinung zu dem Produkt widerspiegelt. Für den Test wurde mir von BenQ der GV1 Beamer zur Verfügung gestellt.

Worum handelt es sich bei dem BenQ GV1?

Der BenQ GV1 ist ein besonders kompakter (15,5 x 8cm), mobiler Beamer mit 200 Ansi Lumen und integriertem Akku, der sich meiner Meinung nach aufgrund der sehr abgespeckten Konnektivitätsmöglichkeiten im Bereich von Außendienstmitarbeitern oder Freizeitaktivitäten wieder findet. Die ganze Technik steckt in einem hochwertig verarbeiteten Gehäuse.

BenQ GV1 voll um 15° geneigt – auf der rechten Seite sieht man die Fokussierung

Verbunden werden kann der BenQ GV1 lediglich per WLAN oder per direkter USB-C Verbindung. Die Bluetooth Verbindung dient ausschließlich der Tonübertragung. Somit kann der GV1 als eine Art mobiler Lautsprecher mit 5W Leistung betrieben werden. Einen HDMI-Anschluss vermisst man hier. Jedoch bietet er auch die Möglichkeit der Wiedergabe von einem USB-Stick.

Die Auflösung des GV1 beträgt 480p (854 x 480 Pixel), was sich natürlich im Vergleich zu anderen UHD (4K) Boliden vergleichsweise wenig anhört, jedoch reicht die Auflösung für beispielsweise PowerPoint Präsentationen, Videoabende mit Freunden, Präsentation der letzten Urlaubsbilder etc. alle male. Vorausgesetzt es bietet sich eine geeignete Präsentationsfläche.

Die Lieblingsserien während dem Baden schauen 🙂

Lieferumfang

Anfang Dezember bekam ich von BenQ den portablen Mini-Beamer GV1 für ein Review zur Verfügung gestellt. In den Handel soll das Gerät voraussichtlich Ende Januar 2019 kommen.

Geliefert wurde das Gerät in einer handlichen Verpackung bestehend aus mehreren kleineren Päckchen. Zum Lieferumfang gehört – neben dem Beamer – ein Netzteil mit diversen Länderadaptern, eine Fernbedienung, ein USB-C Kabel, ein hochwertiger Tragebeutel und ein Quick Start Guide.

BenQ GV1 inkl. Lieferumfang

Inbetriebnahme

Wie es sich für einen Tekkie gehört, wurde für die Inbetriebnahme natürlich nicht das Quick Start Guide zur Hilfe genommen, sondern einfach los probiert 🙂

Bedienelement des BenQ GV1 – Power, Lautstärke und Bluetooth Modus

Beim ersten Start muss zunächst die Sprache ausgewählt werden, gefolgt von der WLAN-Einrichtung (dieser Schritt kann auch übersprungen werden). Anschließend noch die entsprechende Zeitzone auswählen, der Datenschutzbestimmung zustimmen und schon kann es los gehen.

Der erste Test erfolgte per USB-C Kabel an meinem Android Smartphone Samsung Galaxy S8. Das Phone erkannte direkt eine HDMI-Verbindung und das Bild wurde prompt auf dem GV1 gespiegelt. Als nächstes wollte ich die Verbindung per Bluetooth testen, da ich während dem ersten Test keine WLAN-Verbindung zur Verfügung hatte. Vergeblichst habe ich versucht eine Bildübertragung per Bluetooth mit dem GV1 aufzubauen, bis ich dann irgendwann herausgefunden habe, dass Bluetooth lediglich (wie oben beschrieben) für die Tonübertragung genutzt werden kann 😉

Anschlussmöglichkeiten des BenQ GV1 – USB-C und Power

Anschließend habe ich den GV1 dann mit meinem Heim-WLAN verbunden, was aber gar nicht zwangsweise nötig ist, da das Gerät auch über einen Hotspot Modus verfügt – in dem es selber ein WLAN zur Verfügung stellt – in das man sich dann mit dem Smartphone, Tablet oder PC einwählen kann. Super Sache finde ich, da man unterwegs nicht immer ein WLAN zur Verfügung hat.

Der BenQ GV1 im täglichen Leben

Ich muss gestehen dass ich bis auf ein paar Tests noch gar keine Möglichkeit hatte den GV1 ausgiebig im Echtbetrieb zu testen. Bei meinen Tests vom Android Smartphone per Smart View, vom iPad und Mac via AirPlay schlug sich der GV1 bestens durch einen schnellen und reibungslosen Verbindungsaufbau. Unter Windows 10 ist es mir bisher nicht gelungen eine Verbindung aufzubauen. Das Gerät wird unter den verfügbaren Geräten nicht gelistet!? Aufgrund der lediglichen 200 Ansi Lumen, sollte es nicht zu hell im Raum sein. Die Farben hingegen sind sehr schön kräftig und lassen sich durch unterschiedliche Farbprofile korrigieren.

Allerdings hat ihn unsere älteste Tochter mal ausgiebig gemeinsam mit einer Freundin in die Mangel genommen 🙂 Während eines Übernachtungsbesuchs am Wochenende, haben sich die beiden für einen Youtube-Abend entschieden 😉 Die beiden saßen also vorm Smartphone und starrten beide auf das kleine Display und schauten sich Videos an. Als ich ihnen dann den Vorschlag mit dem Beamer machte, waren natürlich beide hellauf begeistert. Da die einzige freie, weiße Fläche im Kinderzimmer oberhalb eines Regals war, musste ich den GV1 relativ hoch in der Raummitte positionieren, was aber dank des integrierten Stativgewindes an der Unterseite und einem Smartphone-Stativ der Tochter wunderbar funktionierte. Das Fine-Tuning erfolgte dann über die Neigungsfunktion des Kopfes, welcher eine Veränderung des Winkels von bis zu 15° ermöglicht. Die automatische Trapezkorrektur erledigte den Rest. Lediglich die Schärfe musste noch ein wenig mit dem Rädchen an der Seite angepasst werden.

Die Akkulaufzeit von 3 Stunden laut Hersteller konnten die beiden mir am nächsten Morgen bestätigen 🙂 Der GV1 erzielte also rund 3 Stunden Videowiedergabe inkl. Ton über den eingebauten Lautsprecher, was bei der Wiedergabe von Bildschirmpräsentationen ohne Ton vermutlich noch etwas hinausgezögert werden kann.

Wie oben erwähnt, können auch Speichermedien wie USB-Sticks, SD-Karten im Kartenleser, etc. direkt am GV1 angeschlossen werden. Voraussetzung ist hier allerdings der noch recht neue USB-C Standard, der noch nicht so weit verbreitet ist. Schließt man ein Speichergerät an, erschein ein Popup ob das Gerät wiedergegeben werden soll. Wählt man ja, hat man hier die Auswahl zwischen Bilder-, Video- und Audio-Dateien. PowerPoint Präsentationen lassen sich auf diesem Wege nicht wiedergeben.

Bedienung

Einmal eingerichtet bedarf es eigentlich keiner großen Bedienung des GV1 außer dem Ein- und Ausschalter 🙂 Drückt man den Ausschalter nur einmal kurz, geht das Gerät in den Standbymodus, und verbraucht dementsprechend auch Strom. Dafür wacht er aus dem Modus aber auch innerhalb weniger Sekunden auf und ist betriebsbereit. Um ihn komplett auszuschalten muss der Schalter ein paar Sekunden gedrückt werden. Hier nach dauert der Bootvorgang natürlich ein wenig länger.

Einmal startklar, kann – wie bereits oben beschrieben – die Verbindung schnell per AirPlay, Miracast oder USB-C Kabel hergestellt werden und bedarf keiner weiteren Bestätigung mehr am Gerät.

Die Specs im Überblick

  • Typ: LED DLP
  • physikalische Auflösung: WVGA 854 x 480p
  • Akku: ca. 3 Stunden
  • Lichtstärke: 200 ANSI Lumen
  • Kontrast: 100.000 : 1 (FOFO)
  • Farben: 16.9 Mio. Farben
  • Bildformate: Physikalisch 16:9 (5 Formate wählbar)
  • Lebensdauer der LED: 20.000 Stunden im Normalmodus, 30.000 Stunden Eco Modus
  • Eingänge : 1 x USB Typ-C, Power DC in, Wireless 2.4G/5G (IEEE 802.11 a/b/g/n), Bluetooth 4.0
  • Größe (B x H x T) : 80mm x 155mm x 80mm
  • Gewicht: 700g

Fazit

Während den ersten Tests erscheinen spontan noch mal Fehlermeldungen oder andere Dialoge in chinesisch. Nach dem Firmware Update von v0.0.0.22 auf v1.0.0.1 Ende Dezember 2018 konnte ich diese nicht mehr feststellen. Jedoch auch keine anderen nennenswerten Veränderungen.

Der GV1 ist für mich der perfekte Begleiter für beispielsweise Aussendienstmitarbeiter die Kunden mal eben etwas präsentieren möchten, aber natürlich ist er auch im privaten Gebrauch ein nettes Gimmick. Es macht Spaß die Lieblingsserien oder ähnliches darauf zu schauen, wenn man nicht unbedingt eine FullHD Auflösung benötigt. Der Spaß hat allerdings auch seinen Preis. 369€ ist schon eine ganz schöne Messlatte für solch ein Spielzeug.

Einen Punkt Abzug gibt es von mir für das Fehlen von weiteren Verbindungsmöglichkeiten. USB-C ist für mich zwar kein Neuland mehr, der nicht so versierte User vermisst hier aber unter Umständen einen normalen USB, einen HDMI oder Lightning Anschluss. Aber im Grunde lässt sich ja alles kabellos verbinden.

Als Boombox ist der GV1 nicht zu empfehlen. Der Klang ist zwar OK, schöne Tiefen wie bei einer vollwertigen Boombox vermisst man hier allerdings. Für den Preis gibt es allerdings auch deutlich günstigere Bluetooth Lautsprecher 😉

Auf die Qualitätssicherung könnte BenQ allerdings etwas mehr Wert legen, denn auf meiner Linse (unterhalb der Schutzscheibe) ist ein Fingerabdruck zu erkennen 😉 Eine Beeinträchtigung dadurch konnte ich allerdings noch nicht feststellen. Auch wenn der Beamer LED Technik verwendet die eigentlich nicht viel Wärme erzeugt, verfügt der GV1 trotzdem über eine aktive Lüftung. Diese ist konstant an, stört aber meiner Meinung nach nicht.

Abschließend habe ich mal die Bilddiagonale im Abstand von 1m Schritten zur Wand gemessen:

  • 1m: ca. 90cm
  • 2m: ca. 180cm
  • 3m: ca. 270cm
  • das scheint sich proportional fortzusetzen


Produkt
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Bewertung
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Bewertung
5 based on 1 votes
Hersteller
BenQ
Name
GV1
Preis
EUR 369
Verfügbarkeit
Available in Stock

Autor: Engelhuber

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